Herzenssache

Ganz kurz zusammengefasst geht es bei mir in der psychologischen Beratung und den Achtsamkeitskursen, um das Erlernen von Stressbewältigungsstrategien und Selbstfürsorge. Ganz eng damit verknüpft ist die Entwicklung von mehr Selbstliebe. Insbesondere, wenn du vielleicht unter einer „Selbstliebedefizitstörung“ (Achtung: dies ist keine anerkannte psychische Störung) leidest, kann auch das Erlernen der Achtsamkeitspraxis in Kombination mit der Beratung ein guter Weg sein, mehr Selbstliebe zu entwickeln.

Was ist eine Selbstliebedefizitstörung?

Hier sind ein paar Beispiele:

  • Vielleicht fällt es dir schwer, dir Zeit für dich selbst zu nehmen.
  • Vielleicht hast du das Gefühl, du gibst immer ganz viel und funktionierst nur für die Arbeit, Partnerschaft, Familie…
  • Vielleicht fällt es dir schwer, zu wissen was du fühlst und/oder kannst es nicht ausdrücken.
  • Vielleicht fällt es dir schwer auf deine Bedürfnisse zu achten und sie zu befolgen oder sie bei anderen anzusprechen.
  • Vielleicht bist du erfolgreich, hast von außen betrachten ein gutes Leben aber… du bist nicht zufrieden.
  • Vielleicht fällt es dir schwer, Komplimente und Geschenke anzunehmen.
  • Vielleicht fällt es dir schwer dich zu entscheiden, auch bei Kleinigkeiten.
  • Du hat vielleicht immer eine Ausrede parat, warum etwas, das du geschafft hast, eigentlich nichts besonderes ist.
  • Wenn du allein bist, weißt du auf einmal nichts mit dir anzufangen – vielleicht nimmst du ein Gefühl der inneren Leere wahr.
  • Vielleicht bist du als Partner/Partnerin oder Familienangehörige/r einer Person, die impulsives Verhalten zeigt oder eine Abhängigkeit (Substanz oder Verhalten, wie Spielsucht, Internetsucht, Kaufsucht) hat, übermäßig mit seinem/ihrem Verhalten beschäftigt.

 Hier habe ich noch weitere Themen aufgeführt, die mir besonders am Herzen liegen. 
Diese beruflichen und persönlichen Erfahrungen bringe ich gerne in die Beratung als auch die Achtsamkeitskurse mit ein. Weiter unten erfährst du mehr über mich.

  • Interpersonale Neurobiologie
  • Chancengerechtigkeit
  • Regenbogenfamilie
  • LGBTQ+
  • Angst und Depression
  • ADHS (Link zum Artikel)
  • (Co)-Abhängigkeit
  • Spiritualität
  • Natur
  • Permakultur
  • Einfache Lebensweise
  • Gegenseitige Verbundenheit
  • Yoga (Retreat in Südafrika – YouTube Video)

Über mich

Ich wuchs in Deutschland, im Ruhrgebiet der 80er und 90er auf. Ich ging dort zur Schule und nach dem Abi, absolvierte ich meine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester an der Uniklinik in Essen. Die Zeit zwischen Ausbildung und dem Psychologiestudium verbrachte ich mit Pilgern auf dem Jakobsweg, Backpacking durch Spanien und Portugal, einem Praktikum und Arbeiten als Nachtwache im Seniorenpflegeheim und in der invasiven ambulanten Beatmungspflege.

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Mit dem Beginn meines Psychologiestudium an der Julius-Maximilians Universität in Würzburg erfüllte sich für mich ein Lebenstraum. Die Erfahrungen, Erlebnisse und Freundschaften aus dieser Zeit sind etwas ganz besonderes, unter anderem auch deswegen, weil ich bereits hier immer wieder mehrere Wochen mit Reisen, unter anderem nach Südafrika, verbringen konnte. Meinen ersten Job nach dem Studium fand ich als angestellte Diplom-Psychologin in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik. Ich lernte viel in dieser Zeit, in der ich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen therapeutisch und beratend zur Seite stehen konnte. Ganz nach Plan begann ich auch die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und die dabei zu absolvierende PIA (Psychotherapeutin in Ausbildung)-Arbeit in der Psychiatrie. Aber dann… kam alles anders.

Auf nach Südafrika

Der Wunsch nach Südafrika auszuwandern, um dort mit meiner Partnerin durch Adoption eine Familie zu gründen, gewann die Oberhand. Und so schmiss ich die Ausbildung und zog vor 7 Jahren nach Johannesburg, Südafrika, lieβ das geregelte Arbeitsleben, den sicheren, beruflichen Werdegang als Psychotherapeutin und die relative Abgesicherheit im deutschen Sozialsystem hinter mir und begann ein Leben in einem mir fremden Land, ohne festen Job in Aussicht und mit nur ein paar Ersparnissen… ich gab mir ein Jahr. Und…

…ich hatte Glück: Ich versuchte mich in der Selbstständigkeit, tat mich allerdings sehr schwer, fand dann aber eine Tätigkeit an der Deutschen Schule in Johannesburg, in der gerade das hauseigene Förderzentrum eröffnet hatte. Dann kam unsere Tochter zu uns. Und alles hätte besser nicht sein können, wären da nicht… 

All diese Dinge, mit denen ich vorher noch nie oder nur kaum kofrontiert gewesen war: Visumsprobleme, nicht-funktionierende Bürokratie, Ausländer sein, unbekannte Lebensumstände und Gepflogenheiten im neuen Land, Kulturschock, Kriminalität, Heimweh, neue Freunde finden (und halten), mit Familie und Freunden im Heimatland in Kontakt bleiben, Mama werden, Partnerschaft pflegen, Besuch aus Deutschland empfangen und eigene Reisen im Ausland und nach Deutschland planen… da kam einiges zusammen! Dazu, das Gefühl, mit niemanden in meinem Herkunftsland über all die Schwierigkeiten sprechen zu können, denn schlieβlich hatte ich mir dies alles ja selbst eingebrockt… Ich weiβ nun, Wege ins Ausland und auch im Ausland sind steinig und voller Schlaglöcher und es ist nicht ungewöhnlich immer wieder den Wunsch zu verspüren doch einfach alles hinzuschmeiβen…

Ein paar visuelle Eindrücke, kannst du in meinem YouTube Video bekommen: Happy in Südafrika: Höhen und Tiefen in meinem ersten Jahr im Ausland


Der Weg der Achtsamkeit

Zum Glück habe ich zu Beginn meiner Zeit in Südafrika auch begonnen mich intensiv mit Achtsamkeitsmeditation (Link zum YouTube Video: Was ist Achtsamkeit?) zu beschäftigen. Ohne die wachsende Achtsamkeit in all meinen Lebensbereichen, hätte so mancher Besuch bei der Visumsbehörde oder auf dem Adoptionsgericht noch demotivierender und verzweifelter geendet. So lernte ich aber zunehmend mit mehr Gelassenheit und Ruhe auf die Herausforderungen, die auf mich einströmten zu reagieren und darüber hinaus den Moment trotzdem und sogar mehr als zuvor zu genieβen. Ich fühlte mich durch den Wandel meines Lebens durch Achtsamkeit so reich beschenkt, dass ich dies mit anderen Menschen teilen wollte. 

Andere Menschen darin zu unterstützen, ihr Leid zu überwinden und das Leben in einer neuen Perspektive zu sehen, liegt für mich der Tätigkeit als Psychologin zugrunde. Mit klassischen, verhaltenstherapeutischen Methoden als “Handwerk” fehlte mir es jedoch immer irgendwie an “Herz”. Gerade in der westlichen Welt und vielleicht auch ganz besonders wir Deutschen, sind doch sehr verkopft unterwegs. Mit der Praxis der Achtsamkeit wird schlieβlich beides integriert: Herz und Verstand. Achja und wir haben übrigens auch noch einen Körper (Link zum YouTube Video: Mini-Bodyscan): mit Achtsamkeit lernen wir seinen Signalen Aufmerksameit entgegen zu bringen. 

Ich absolvierte die Ausbildung zur MBSR – Lehrerin an der Universität Stellenbosch (Südafrika) (MBSR: Mindfulness-Based Stress Reduction oder auf deutsch: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion). Die Jahre vergingen und ich versuchte so oft sich die Gelegenheit bot, Kurse für Kinder, Jugendliche, pädagogisches Personal, Eltern und andere Mitarbeiter*innen in dem schulischen Kontext, in dem ich mitlerweile in Vollzeit arbeitete, abzuhalten. Allerdings war dies, nach meinem persönlichen Empfinden viel zu selten… Auch bemerkte ich, wie ich mich zunehmend wieder eingeengt fühlte, in diesem, doch recht unflexiblen Arbeitsalltag, den ich aus Deutschland nur zu gut kannte und eigentlich geglaubt hatte, mit der Auswanderung hinter mir gelassen zu haben. Dazu kam, dass ich mir eingestand, wie sehr ich Deutschland und Europa eigentlich vermisste! Aber mit meinem Angestellten-Job in Südafrika konnte ich mir es weder zeitlich (mit begrenzten Urlaubstagen) noch finanziell leisten regelmäßig nach Deutschland zu reisen.

Eine neue Richtung

Und unter all dem wuchs in mir die Frustration, in einem System zu arbeiten, bei dem die Institutionsziele nicht unbedingt mit meinen persönlichen Zielen und Wünschen übereinstimmten. Ich bemerkte, wie meine kreative und spielerische Seite immer mehr verkümmerte und ich überwiegend nur noch im Auto-Piloten funktionierte. Mir war bald klar, ich musste etwas ändern! Dann kam Corona und die Pandemie hat uns allen in “Neon-Leuchtbuchstaben” gezeigt, was alles in der Welt im Argen liegt, wie tatsächlich von Heute auf Morgen alles was wir unveränderlich glaubten, sich verändern kann und für mich wurde ganz deutlich, was mir wirklich wichtig ist – nämlich meine Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir am Herzen liegen, eine Tätigkeit auszuüben, in der ich einen tieferen Sinn und Erfüllung erlebe, und zwar indem sie anderen Menschen hilft, ihrem Sinn und ihrer Erfüllung näher zu kommen und weiter gemeinsam zu lernen, zu verstehen und überlegt zu handeln, im Dienste einer besseren, gerechteren Welt.
Das war für mich der Zeitpunkt meine Entscheidung zu treffen: Ich wage erneut den Schritt in die Selbstständigkeit! Diesmal mit mehr Know-how, längerem Atem und ganz viel Mut!

Wie dieser Weg seinen Lauf nimmt, kannst du auf YouTube sehen.
Wenn du weitere Einzelheiten aus meinem bisherigen Berufsleben erfahren willst, dann schau mal bei LinkedIn vorbei.